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BOCKJAGD

10 Tipps für das Pirschen mit der Wärmebildkamera

1. ROUTE PLANEN

Bevor es los geht, müssen die Bedingungen geprüft und analysiert werden. Von wo kommt der Wind? Wo sind die Haupteinstände? Wurde forstlich eingegriffen, sodass sich Bestände verändert haben (Käferschäden beseitigt etc.? Wo lässt sich leise pirschen? All diese Fragen müssen geklärt sein, bevor es ins Revier geht. Denn auch hier gilt Vorbereitung ist die halbe Miete.

2. Tarnung

Bei der Pirsch muss die Tarnung stimmen. Heutzutage gibt es eine große Auswahl an Tarnmustern. Dieses sollte an das Revier angepasst werden. Bei einem dunklen Fichtenwald, kann auch die Tarnkleidung dunkel sein. Im Feld dagegen fallen dunkle Farben schneller auf. Je nach dem, wie nah das Wild kommen kann, sollten auch Hände und Gesicht getarnt sein. Im Feld und in offenen Beständen ist dies nicht ganz so wichtig, da man das Wild schon auf weitere Distanzen entdecken kann.

3. AUSRÜSTUNG

Neben der Tarnung ist eine gute Pirschausrüstung wichtig. Ganz entscheidend ist hier der Pirschstock. Dieser sollte eine gute Auflage bieten, leise zu bedienen sein und auch über längere Zeit angenehm zu tragen. Das zweit wichtigste sind die Schuhe. Diese sollten ein leises Pirschen ermöglichen. Das bedeutet eine dünne und weiche Sohle, mit der man noch gut den Untergrund spürt. Da man bei der Pirsch immer die Umgebung im Blick hat muss man einen Ast spüren, bevor man drauftritt. Gummistiefel sind eine gute Wahl.

4. OPTIK

Dreierlei Optiken sind bei der Pirsch hilfreich. Als Erstes benötigt man natürlich ein Zielfernrohr. Dieses muss keine sehr hohe Vergrößerung besitzen, da meistens auf Entfernungen bis 100m geschossen wird. Viel wichtiger ist ein großes Sehfeld, da Wild auch sehr nah kommen kann. Eine Zieloptik im Bereich 2-12x50 ist da genau richtig. Dann ist einer Wärmebildkamera Platz zwei zu vergeben. Denn sie ist wichtiger als ein Doppelglas. Mit einem Wärmebildhandgerät lässt sich Wild früher entdecken und es wird dadurch nicht aufgescheucht. Wild, dass man erlegen kann, kann früher ins Visier genommen werden. Wild, dass man nicht erlegen kann, kann ausgewichen werden, um keine Unruhe zu erzeugen. Das Fernglas ist bei der Pirsch am Tage trotzdem ein guter Helfer. Ist eine Wärmequelle ausgemacht, lässt sich mit dem Fernglas leichter prüfen, um was es sich handelt.

5. VERHALTEN

In der Ruhe liegt die Kraft, trifft wohl auf keine Jagdart so sehr zu wie auf die Pirsch. Bei vielen Jägern ist die Pirsch immer noch verpönt, weil man so das Revier „leerpirschen“ würde. Beherrscht der Jäger allerdings sein Handwerk, so lernt er auf der Pirsch das Wild und sein Revier besser kennen als auf dem Ansitz. Dank Wärmebildtechnik ist auch die Störung geringer, da man das Wild schneller entdeckt.

6. DIE BÜCHSE

Wichtig ist eine Büchse, die der Jäger im Schlaf bedienen kann. Im besten Fall sind Sicherung oder Spannvorgang absolut leise durchzuführen. Da die Waffe bei der Pirsch, die meiste Zeit auf der Schulter hängt, sollte die Pirschbüchse nicht zu schwer sein. Ein dicker Matchlauf mit einem schweren Longrangeglas sind unnötig. Um das Störungspotential gering zu halten ist die Nutzung eines Schalldämpfers zu empfehlen. Den Schuss kann das Wild schwerer orten und es nimmt ihn allgemein weniger als Störung wahr.

7. PIRSCHTECHNIK

Wer über gut gepflegte Pirschwege verfügt hat die Pirschjagd vorbildlich vorbereitet. Oft ist es allerdings so, dass die Pirschwege vom Waldweg zum Sitz führen. Deswegen muss man zwangläufig auch über Wege laufen, die nicht optimal zum Pirschen sind. Sind die Wald/Feldwege geschottert, so ist es recht laut dort zu laufen. Dann bietet es sich an, genau auf der Kante von Weg zu Wald/Feld zu gehen oder in der Mitte, je nachdem, in welchem Zustand der Weg ist. Ist der Waldweg aber nicht geschottert, ist es meistens in der Fahrspur direkt leiser zu laufen, da in der Mitte und am Rand Blätter oder Äste liegen. Bei der Pirsch sollte die Umgebung andauernd im Blick behalten werden. Es empfiehlt sich, ein paar Schritte zu Pirschen, dann zu verhoffen und die Umgebung zu prüfen. So arbeitet man sich Stück für Stück vor.


8. WETTER

Das beste Pirschwetter ist während oder nach einem Regenschauer. Der Untergrund ist dann weich und leise zu belaufen. Außerdem tropft es überall und die eigenen Geräusche werden dadurch übertönt. Auch windige Tage haben diesen Effekt.

9. UHRZEIT

Je nach Revier ist der Besucherdruck unterschiedlich. Doch morgens ist er überall am geringsten. So unangenehm wie es ist, dass der Wecker um 4 Uhr klingelt, so schön ist es den Sonnenaufgang im Revier zu erleben, und das ohne sonstige Wald/Feldbesucher.


10. VERHALTEN NACH DEM SCHUSS

Nach dem Schuss ist für viele Jäger die Jagd vorbei und alle Vorsicht, die bei der Pirsch gegolten hat, wird vergessen. Das ist keine gute Idee. Besonders bei der Pirsch gilt es, Ruhe zu bewahren. Nach dem Schuss die Umgebung im Blick zu behalten und sich so wenig wie möglich zu bewegen. Ist alles wieder ruhig und kein anderes Wild mehr zu beobachten, kann man entspannt zum erlegten Stück gehen.